ENSEMBLE HISTORISCHER  TANZ
BERLIN
Universität der Künste
Leitung Jutta Voß
 
 
 
 
 
 
 

Nachlese

Aequinox - Neuruppin

Märkische Allgemeine, 26.3.12

Zugabe erwünscht

Andreas Vogel hofft, dass sich Neuruppin stärker als bisher zum Aequinox-Festivals bekennt
Aequinox ist ein herausragendes Festival, daran besteht kein Zweifel. Es bietet fantastische Künstler, die klassische Musik neu aufbereiten und diese nicht allein in Kapellen, Kirchen und Kulturhäusern präsentieren, sondern auch an eher ungewöhnlichen Orten, wie im Amtsgericht Neuruppin oder im einstigen Kornspeicher in Neumühle.
Genau darin liegt der Charme des Festivals. Liebhaber klassischer Musik wissen das zu schätzen. Sie nehmen dafür gern eine Reise in Kauf, um etwas Neues zu erleben. Aequinox steht dafür. Das hat das Festival in den vergangenen drei Jahren gezeigt. Neuruppin sollte sich deshalb stärker als bisher zum Aequinox-Festival bekennen. Ist dieses doch eine Chance, nicht allein als Geburtsstadt von Fontane und Schinkel wahrgenommen zu werden. Und damit noch mehr Gäste in die Stadt zu locken – die Fans von Alter Musik.
Natürlich fällt es Politikern schwer, Prioritäten zu setzen, wenn das Geld knapp ist. Doch zeigt Rheinsberg, dass jeder Euro, der in die Kultur gesteckt wird, um ein Vielfaches wieder zurück in die Stadt kommt. Denn die Besucher wollen nicht allein ins Konzert. Sie essen und trinken auch hier, und immer mehr bleiben sogar über Nacht.
Etwas Besseres kann Neuruppin gar nicht passieren.

Tanznacht in der Pfarrkirche

Märkische Allgemeine, 26.3.12

Bewegt und bewegend
Tanz und Fernöstliches, Virtuosität und neue Klänge begegneten sich beim dritten Aequinox-Festival

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Die Tanznacht in der Pfarrkirche ist nun die beste Fortsetzung. Wieder spielt die Lautten Compagney auf, doch der Abend ist vor allem zum Schauen da. Die Berliner Tanzspezialistin Jutta Voß bittet ihr erlesenes Ensemble zur Pavane, zur Galliarde, zur Polka und zum Tatler. Fünf Jahrhunderte setzen sie in Bewegung – und sogar das Publikum. „Alles, was Sie brauchen, sind zwei Füße und die Kenntnisse, bis vier zu zählen“, sagt Jutta Voß zum Auftakt des Mitmachteils. Damit hat sie die meisten überzeugt. Am Ende des Abends – die Besucher wirbeln nach altenglischer Art durch den Saal – sitzen Gabi Lettow und Wolfgang Katschner beieinander, schauen sich die Leute an, lächeln und schweigen. Dem künstlerischen Leiter sieht man schon an, was er am Tag darauf über das diesjährige Festival sagen wird: „Es ist rund und schön geworden.“ [...]